Porträt Daniela Bürgermeister

 

Geboren am 28.11.1976

 

 

 

 

Stubenpeter:

Sag mal, ist es denn im Waldkindergarten nicht manchmal schrecklich kalt?

  

Daniela:

Naja, im Winter ist es schon mal etwas frisch, aber da musst du dich halt warm anziehen und heißen Tee trinken. Und gemütlich ist es ja auch, wenn man vom Spielen an der frischen Luft so richtig durchgefroren ist und sich am Lagerfeuer wärmen kann.

 

Stubenpeter:

Ja, aber im "Hauskindergarten" hättest du es auch ohne Feuer immer schön warm. Und den Schnee kannst du dir doch auch durch`s Fenster anschauen, oder?

 

Daniela:

Anschauen schon! Aber wir wollen ihn ja auch fühlen, anfassen, riechen und damit viele interessante Sachen machen. Und draußen spürst du noch viel mehr: Der Wind weht dir um die Nase, die Sonne wärmt dein Gesicht... Und was wir im Laufe des Jahres so riechen und beobachten können: regenfeuchte Erde, frisch gewachsene Pilze, Lagerfeuergeruch und im Frühling, wenn alles blüht... Herrlich!

 

Stubenpeter:

Und warum denkst du, dass es die Kinder im Waldkindergarten gut haben?

 

Daniela:

Ich glaube, dass die Kinder im Wald und in der Natur einfach viel Ruhe haben, da eine gewisse Reizüberflutung weg fällt. Das beobachte ich zuhause auch bei meinen Kindern (geb. 2003 und 2004): je weniger Ablenkung da ist, umso intensiver wird das Spiel. Die Natur ermöglicht ein konzentriertes, ruhiges Spiel ohne Störung durch (zu) vielseitiges Material, Spielzeug und Technik. Trotzdem können sie mit uns an allen Themen arbeiten und forschen, die sie interessieren.

 

Wichtig an der Arbeit mit Kindern ist mir besonders, jedes Kind so zu nehmen, wie es ist:

 

"Stärken zu stärken, um Schwächen zu schwächen"!

  

Denn jeder ist von Natur aus so richtig, wie er ist!