Porträt Gunta Kalnina

 

Geboren am 08.01.1986

 

 

 

 

 

 

Stubenpeter:

Sag mal, Gunta, bist du auch als Kind in einen Waldkindergarten gegangen?

 

Gunta:

Ich bin in Lettland aufgewachsen und als Kind besuchte ich einen ganz klassischen „Haus-Kindergarten“. Mein Heimatort ist eine kleine Ortschaft mit viel Wald. Dort verbrachten wir, Kinder, viele Nachmittage gemeinsam mit unseren Erzieherinnen. Ich habe immer noch ganz viele schöne Erinnerungen aus dieser Zeit: Wie wir Kinder unter den Bäumen „Häuser“ bauten und uns vor Hexen versteckten. Ich liebte als Kind den Wald! Wenn ich noch einmal ein Kind sein könnte, würde ich deswegen gerne in unseren Waldkindergarten gehen.

 

Stubenpeter:

Was ist denn das Allerbeste im Waldkindergarten?

 

Gunta:

Ich glaube, dass die Kinder bei uns ganz sie selbst mit all ihren Gefühlen und Gemütslagen sein können. Und noch ist der Waldkindergarten für mich ein magischer Ort, in dem es immer genügend Zeit und Raum für die verschiedensten Spiele, Gespräche und andere Erlebnisse gibt. Deswegen müssen auch wir, Betreuer, oft ganz im Hier und Jetzt sein. Das ist nämlich nicht so selbstverständlich, wenn man schon erwachsen ist…

Ah, und mir fällt noch etwas ein: Natur sorgt bei uns häufig für spannende Überraschungen. Mal ist der Bach überschwemmt, mal ein Baum nach einem Sturm umgestürzt. Mal sehen wir sogar Tiere im Kindergarten…

 

Stubenpeter:

Oh, wirklich?! Welche Tiere?

 

Gunta:

Rehe, Amseln, Fischreiher und andere Vögel sowie viele Eichhörnchen. Im Winter sehen wir oft Tierspuren. Außerdem entdecken wir ganz oft Regenwürmer, Schnecken und Schmetterlinge…Einmal haben ein paar Kinder sogar verletzte Fische im Bach gerettet! Sie sind wirklich begeisterte Naturschützer.